Rothenburg ob der Tauber Sehenswürdigkeiten

Last Updated on 09/10/2022

Rothenburg ob der Tauber ist eine Stadt mit mittelalterlichem Flair, die an mehreren touristischen Routen gleichzeitig liegt: Romantische Straße, Burgenstraße und Liebliche Taubertal.

Alte Gassen, die aus dem Mittelalter erhalten zu sein scheinen, Fachwerkhäuser, Festungsmauern, die malerische Natur des Taubertals (obwohl der Fluss ein zu lautes Wort für diesen Bach ist) … Sehr großes Teil dieses mittelalterlichen Erscheinungsbildes wurde nach den Bombenangriffen nach alten Zeichnungen und Fotografien aus Ruinen wiedergebaut. Aber wenn Sie hierher gehen, vergessen Sie es völlig.

Es lohnt sich, Rothenburg während der Feiertage zu besuchen, insbesondere zu Ostern und zu Pfingsten, wenn in Trachten gekleidete Einheimische versuchen, das Leben der Stadt im Mittelalter und wichtige historische Ereignisse nachzubilden.

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Kurze Geschichte

Die erste kleine Burg über der Tauber wurde von den Grafen von Comburg-Rothenburg errichtet. Die erste Erwähnung von ihnen erfolgt im 11. Jahrhundert. Graf Henrich von Rothenburg, der letzte der Familie, übergab die Burg an das von seiner Familie gegründete Kloster Comburg.
Im 12. Jahrhundert erwarb König Konrad das Gelände und begann mit dem Bau einer Burg Rothenburg.

Lesen Sie mehr über Kloster Comburg.

Konrads Sohn Friedrich der Schöne war zu jung, um Kaiser zu werden. Daher wird Friedrich 1 Barbarossa Kaiser und Friedrich der Schöne erhält den Titel Herzog von Rothenburg. Nach dem Tod Friedrichs des Schönen 1167 fiel Rothenburg an Friedrich Barbarossa. 1172 erhielt die Siedlung den Status einer Stadt. Die ersten Festungsmauern wurden errichtet (der Weiße Turm, Markusturm, Röderbogen blieben erhalten).

Seit 1204 wurden neue Befestigungsanlagen gebaut, um die erweiterte Stadt zu schützen. 1274 wurde Rothenburg freie Reichsstadt. 1356 zerstörte ein Erdbeben die Stadtbefestigung. Über die Tauber wurde eine zweistöckige Brücke gebaut.

Zu Beginn des 15. Jahrhunderts erlebt die Stadt unter dem Bürgermeister Toppler eine neue Blütezeit. 1520 wurde die jüdische Bevölkerung aus der Stadt vertrieben.

Rothenburg war gezwungen, an Bauernaufständen im 15. und 16. Jahrhundert, den Markgrafenkriegen und dem Dreißigjährigen Krieg teilzunehmen. 1650 endeten die Kriege, aber die Stadt verarmte und verlor an Bedeutung, die Einwohnerzahl wurde um die Hälfte reduziert.

Rothenburg wurde 1802 Bayern unterstellt. 1945 wurde die Stadt bei den Bombenangriffen schwer zerstört.

Rothenburg Karte

Rothenburg ist eine gute Wahl für einen Tagesausflug oder einen Zwischenstopp. Die Karte zeigt die empfohlene Route. Wenn Sie mehr als einen halben Tag Zeit haben, können Sie auch nach unten gehen.

Rothenburg what to see map / Rothenburg Sehenswürdigkeiten
vergrößern Kartendaten ©OpenStreetMap

Rothenburg ob der Tauber Sehenswürdigkeiten

Fangen wir mit Spitalbastei an. Das ist der neueste Teil der Stadtbefestigung.

Hier biegen wir links ab und steigen auf die Stadtmauer. Sie bietet einen herrlichen Blick auf das Taubertal und die Stadt selbst.

Die Mauern führen zur Schmiedgasse, entlang dieser geht es direkt ins Zentrum der Stadt – zum Marktplatz und zum Rathaus.

Auf der Route ist Plönlein – der meistfotografierte und der bekannteste Ort in Rothenburg.

Marktplatz

Das Rathaus dominiert auf dem Platz. Ab dem 13. Jahrhundert bestand hier ein gotisches Rathaus aus zwei Nebengebäuden. Eine Hälfte (mit weißem Turm) ist bis heute erhalten. Die zweite wurde in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts im Renaissancestil umgebaut. Im 17. Jahrhundert wurde eine barocke Galerie mit Rundbögen angebaut.

Sie können das Rathaus besichtigen und den großen gotischen Kaisersaal besichtigen, eine Tafel aus dem 16. Jahrhundert mit dem Bild des Jüngsten Gerichts. Sie können auch auf die Aussichtsplattform des Turms steigen, eine Ausstellung mit Szenen aus dem Dreißigjährigen Krieg und Haushaltsgegenständen sehen.

Auf dem Marktplatz zeigt stündlich von 11 bis 15 und um 21, 22 Uhr die Stadtuhr ein Glockenspiel. Die Figuren erscheinen in den Seitenfenstern und erzählen, wie der Bürgermeister der Stadt einen riesigen Becher lokalen Weins (3 Liter und ein Viertel) trank (so genannte Meistertrunk). Dafür beschloss der bewundernde kaiserliche Kriegsherr Tilly, die Stadt während des Dreißigjährigen Krieges nicht zu verwüsten.

Gegenüber dem Rathaus befindet sich einer der Brunnen der Stadt (1608), der mit einer Statue des Hl. Georg geschmückt ist. Hinter dem Brunnen stehen zwei alte Fachwerkhäuser. Dies ist das Haus des Bürgermeisters Jagstheimer, in dem Kaiser Maximilian I. wohnte. Und die Metzgerei, wo an Feiertagen Fleisch verkauft und getanzt wurde.

Entlang der Herrngasse, vorbei an den Adelshäusern und der Franziskanerkirche, gehen wir zum Burgtor.

Auf dem langen Felsvorsprung oberhalb der Tauber war einst die Burg, die die Stadt verteidigte. 1356 zerstörte ein Erdbeben die Burg. Später wurde zum Schutz das Stadttor mit Turm gebaut, das bis heute erhalten ist.

Vom Park aus hat man einen weiteren wunderbaren Blick auf den Fluss.

Darunter befinden sich mehrere alte Stadtmühlen, eine zweistöckige Brücke (14. Jh.), ein kleines Toppler-Schloss. Toppler war einer der bekanntesten und wohlhabendsten Bürgermeister. Er landete im Gefängnis, weil er den falschen König unterstützt hatte.

Von hier gehen wir zum Klingentor und zur Kirche St. Wolfgang. Interessant, dass sie Teil der Stadtbefestigung war und zur Verteidigung umgebaut wurde.

Rothenburg ob der Tauber

Jakobskirche

Die Hauptkirche der Stadt ist jedoch die Jakobskirche. Diese spätgotische Kirche, die die Stadt beherrscht, wurde vom Deutschen Orden in Auftrag gegeben. Sein Hauptsitz befand sich im 14. und 15. Jahrhundert weiter im Taubertal, in Bad Mergentheim.

Heute enthält sie die Werke der religiösen Kunst aus dem 13. Jahrhundert. Der bedeutendste ist der Heilig-Blut-Altar mit einer Szene des Letzten Abendmahls, der zu Beginn des 16. Jahrhunderts von dem berühmten deutschen Renaissance-Bildhauer Tillmann Riemenschneider geschaffen wurde.

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Gegenüber der Kirche gibt es das Rothenburg Museum. Es befindet sich im Gebäude des 1258 gegründeten Dominikanerklosters.

Das Museum zeigt mittelalterliches Kloster, Gegenstände aus der Geschichte der Stadt, darunter den berühmten Krug mit einem Fassungsvermögen von 3 Litern und einem Viertel, Möbel, Haushaltsgeräte, Handwerkszeug, mittelalterliche Ikonen und Gemälde mit Stadtansichten.

Von hier aus können Sie durch alle alten Gassen spazieren, um später zum Markusturm (erbaut im 12. Jahrhundert), zum Handwerkerhaus und dann zum Rödertor (13. Jahrhundert) und einem hübschen alten Haus – die Gerlach Schmiede – zu gelangen.

Markusturm

Haus des Handwerks – ein altes Haus aus dem 13. Jahrhundert, das in fast unveränderter Form erhalten ist, zeigt die Innenräume von Handwerkerhäusern.

An dieser Stelle kann die Besichtigungstour als beendet betrachtet werden. Sie können wieder die Mauern erklimmen und zur Spitalbastei zurückkehren oder einen Spaziergang durch die Stadt machen.

Mindestens 3 Stunden sollten für einen gemütlichen Stadtrundgang mit Steigen an die Mauer eingeplant werden. Dazu auf Wunsch die Zeit für einen Museumsbesuch.

Museen

Zusätzlich zu den bereits erwähnten

  • Museum im Rathaus,
  • das Rothenburg Museum,
  • das Handwerkerhaus
  • und die Jakobskirche,

hat die Stadt:

  • ein Deutsches Weihnachtsmuseum-Shop (Weihnachtsdorf),
  • ein Museum zur mittelalterlichen Kriminalgeschichte mit Folterinstrumenten, schändlichen Masken und ähnlichen Gegenständen.

Weitere Themen nach Regionen – #Burgenstraße.

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